Zeitlauf Antriebstechnik

Kondensatormotor

Der Kondensatormotor ist ein Elektromotor und zählt zu den Asynchronmotoren. Wie diese besitzt er einen Kurzschlussläufer (Käfigläufer), in dem durch ein vom Stator erzeugtes Drehfeld ein Drehmoment erzeugt wird. Im Unterschied zu mit Drehstrom gespeisten Asynchronmotoren läuft der Kondensatormotor jedoch mit einphasigem Wechselstrom.

Da die zur Erzeugung eines Drehfeldes erforderlichen mindestens zwei phasen-
verschobenen Spannungen am Wechselstrom-
netz nicht zur Verfügung stehen, muss eine so genannte Hilfsphase erzeugt werden: Eine der beiden Statorwicklungen wird direkt aus dem Wechselstromnetz versorgt, während zur zweiten Wicklung ein Kondensator in Reihe geschaltet wird. Dieser bewirkt die Phasenverschiebung der Spannung an der zweiten Wicklung.

Kondensatormotoren sind zur Drehrichtungsumkehr mittels eines einpoligen Umschalters geeignet. Das ist einer seiner Vorteile gegenüber dem Spaltpolmotor.
Es gibt auch Kondensatormotoren, deren Hilfsphase nach Anlauf abgeschaltet wird. Dementsprechend unterscheidet man Betriebskondensator und Anlaufkondensator.

Seine gegenüber Drehstrommotoren höhere Masse, das geringere Anlaufmoment sowie der zusätzlich erforderliche Kondensator verhindern den breiteren Einsatz. Sein Hauptvorteil ist die Möglichkeit, ihn bei gutem Wirkungsgrad mit einphasiger Wechselspannung betreiben zu können. Seine für Asynchronmotoren typische Laufruhe, Wartungsfreiheit, hohe Lebensdauer sowie der gegenüber den ebenfalls für Einphasenbetrieb geeigneten Spaltpolmotoren höhere Wirkungsgrad haben ihm ein breites Anwendungsfeld verschafft.

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Friedrich Obermeyer
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